Unsere Aktionen

2026

Wir freuen uns über rege Beteiligung und sind dankbar für jede helfende Hand.

Aktiv für den Wald

Unsere Wälder leiden zunehmend unter den Folgen des Klimawandels. Längere Trockenperioden, extreme Hitze und immer häufigere Stürme schwächen die Bäume nachhaltig. Geschwächte Wälder sind anfälliger für Schädlinge, Krankheiten und Waldbrände. Besonders Fichten- und Kiefernmonokulturen brechen vielerorts zusammen. Der Klimawandel stellt den Wald vor eine Anpassungsgeschwindigkeit, die viele Baumarten nicht bewältigen können.

 

Große Teile unserer Wälder werden noch immer primär als Holzlieferanten betrachtet. Kahlschläge, schwere Maschinen und kurze Umtriebszeiten zerstören wertvolle Lebensräume. Alte Bäume, Totholz und natürliche Strukturen fehlen zunehmend – dabei sind sie unverzichtbar für unzählige Tier-, Pilz- und Pflanzenarten. Wirtschaftlich optimierte Wälder sind oft ökologisch verarmt und weniger widerstandsfähig gegen Krisen.

 

Zunehmend wird der Wald als Freizeit- und Erholungsraum genutzt – oft ohne Rücksicht auf seine empfindlichen Bewohner. Mountainbiking abseits der Wege, freilaufende Hunde, Lärm und Müll stören Tiere besonders in sensiblen Zeiten wie Brut- und Setzphasen. Erholung für den Menschen darf nicht zur dauerhaften Belastung für den Wald werden.

 

Mit praktischen Aktionen setzen wir unseren Einsatz direkt in der Natur um. Bei gemeinsamen Baumpflanzaktionen stärken wir den Wald von morgen, Holz-Rückeaktionen mit Pferd helfen bei einer schonenden und nachhaltigen Waldpflege, und durch die Montage von Nisthilfen schaffen wir wertvolle Lebensräume für alle Waldbewohner. Jede Aktion verbindet Naturschutz mit Gemeinschaft und zeigt, wie wirkungsvoll gemeinsames Handeln sein kann.

07.05.2026

 

Gemeinsam für artenreiche Wälder

 

Europastadt Saarlouis, Landesverband Saar-WaldSchutz und Vereinigte Volksbank setzen Biodiversitätsprojekt um!

 

Die Hitzeschäden am Saar-Wald, die im Jahr 2018 landesweit eintraten, führten im Saarland zu Kahlschlägen in bislang unbekanntem Ausmaß.

 

„Die Entnahme der Biomasse (Bäume und Baumkronen), meist mit Einsatz überschwerer Forstmaschinen, hinterlässt nicht nur erhebliche Ökosystemschäden (Boden incl. Bodenleben, Wasser, Luft, Pflanzen etc.). Durch die Entnahme der abgestorbenen Bäume,

die im Übrigen keinerlei Gefahr für den gesunden Wald darstellen, geht landesweit ein potenzieller Lebensraum totholzbewohnender Arten verloren“, so Klaus Borger, Landesvorsitzender des Saar-WaldSchutz e.V..

 

In WaldSchutzgebieten ist das Biotopholzangebot Heimat spezialisierter Arten und einige verloren gegangene Totholzspezialisten kehren zurück. Dies zeigte eine wissenschaftliche Studie, die der Landesverband SaarWaldSchutz e.V. dank Unterstützung der Vereinigte Volksbank eG Saarlouis (VVB) im Jahr 2025 durchführen ließ.

 

 "Die Europastadt Saarlouis fühlt sich dem WaldSchutz besonders verpflichtet. Dies wird durch den richtungsweisenden Beschluss des Stadtrates vom 13.11.2014 deutlich, der nach wie vor Bestand hat. Für diesen saarlandweit einmaligen Beschluss, den Stadtwald im

Sinne des Grundsatzurteils des Bundesverfassungsgerichts vom 31.05.1990 zu bewirtschaften, erhielt unsere Europastadt den Wald-Biodiversitätspreis 2023, den der Landesverband Saar-WaldSchutz ausgelobt hatte“, so Marc Speicher, Oberbürgermeister der Europastadt Saarlouis.

 

Am 07.05.2026, 13:00 Uhr, ist der kleine Waldparkplatz an der L341 (Saarwellingen-Hülzweiler) Treffpunkt für die Übergabe des Förderbescheides durch den Landesverband Saar-WaldSchutz e.V.. Im Anschluss findet eine Besichtigung des Waldgebietes statt. Das

gemeinsame Projekt von Landesverband Saar-WaldSchutz e.V. und der Europastadt Saarlouis wird durch die VVB und den Landesverband Saar-WaldSchutz e.V. unterstützt und verfolgt das Ziel, den laufenden Artenschwund totholzgebundener Insekten zu

begegnen.Ein besonderer Dank gilt dem Vorstandsvorsitzenden der Vereinigte Volksbank eG, Herrn Edgar Soester, der dieses Projekt maßgeblich unterstützt. Mit ihrem Engagement setzt die VVB ein deutliches Zeichen für nachhaltigen Naturschutz und die Förderung biologischer Vielfalt in der Region.

 

Die Unterstützung dieses Projektes unterstreicht die Verantwortung regionaler Kreditinstitute für den Erhalt unserer natürlichen Lebensgrundlagen.

 

Hintergrundinfos:

 

TOTES HOLZ STECKT VOLLER LEBEN

 

Heftige Stürme und Millionen Borkenkäfer haben dafür gesorgt, dass im Nationalpark Totholz in großen Mengen vorhanden ist. Viele Pflanzen, Pilze und Tiere freut das, schließlich sind knapp 30 Prozent der gesamten Waldfauna auf Totholz angewiesen. In Wirtschaftswäldern gibt es heutzutage im Schnitt nur noch ein Zehntel der Totholz-Menge, mit der Naturwälder dienen können. Selbst bei schonender Holznutzung ist ein Forst daher nicht in der Lage, die Artengemeinschaften natürlicher Wälder zu erhalten. Im Nationalpark hingegen frohlocken heute wieder viele gefährdete Tiere, Pflanzen und Pilze. Dank des Totholzvorrates ist die gesamte Artenvielfalt in den vergangenen Jahren angestiegen. Kurz gefasst: Je mehr Totholz, desto mehr Arten.

 

JEDER ZWEITE WALDBEWOHNER PROFITIERT VOM TOTHOLZ

 

Von Totholz profitieren übrigens nicht nur direkt am toten Holz lebende Arten. Positive Effekte gibt es zum Beispiel auch für Spinnen, Laufkäfer, Springschwänze oder Mäuse. Auf besonnten Flächen profitieren sie von der im toten Holz gespeicherten Feuchtigkeit. Außerdem nutzen sie Äste und Stämme, um dort Nahrung und Schutz zu finden. Die Totholzanreicherung verbessert damit die

Lebensgrundlage von fast der Hälfte der im Wald lebenden Arten.

(https://www.nationalpark-bayerischer-wald.bayern.de/service/downloads/doc/broschuere/forschungsbroschuere_ba.pdf)

Gemeinsam mehr erreichen

Gemeinsam können wir mehr bewegen als allein. Wenn Menschen ihr Wissen, ihre Ideen und ihr Engagement bündeln, entstehen Lösungen, die nachhaltig wirken.

Zusammen übernehmen wir Verantwortung, stärken einander und schaffen echte Veränderungen.

 

Schritt für Schritt und Hand in Hand.

Information icon

Wir benötigen Ihre Zustimmung zum Laden der Übersetzungen

Wir nutzen einen Drittanbieter-Service, um den Inhalt der Website zu übersetzen, der möglicherweise Daten über Ihre Aktivitäten sammelt. Bitte überprüfen Sie die Details in der Datenschutzerklärung und akzeptieren Sie den Dienst, um die Übersetzungen zu sehen.